Leichtgewicht! Das Groenberg WEEKEND Comfort fordert klassische Dachzelte heraus
Nur 14,5 Kilo! Kein Wuchten, kein Schrauben, kein Dauerstellplatz auf dem Autodach: Mit dem WEEKEND Comfort schickt die Marke Groenberg ein Dachzelt ins Rennen, das mit den Konventionen seiner Gattung bricht. Statt schwerer Hartschale und Metallgestell setzt es auf einen aufblasbaren Boden – aufgepumpt wie ein Stand-up-Paddle-Board. Das Ergebnis ist ein Dachzelt, das zusammengepackt in eine Reisetasche passt, sich von einer Person aufs Dach heben lässt und nach dem Trip im Keller verschwindet. Auf der CMT 2026 in Stuttgart sorgte das Groenberg WEEKEND Comfort für Aufsehen – der Hersteller bewirbt es als eines der leichtesten Dachzelte der Welt.

Das Geheimnis steckt im Zeltboden
Der eigentliche Clou des WEEKEND Comfort liegt nicht in der Hülle, sondern im Unterbau. Statt eines starren Bodens aus Metall und Holz nutzt Groenberg eine Air-Plattform mit Dropstitch-Technologie – jenes Verfahren, das auch aufblasbare SUP-Boards verwindungssteif macht. Tausende feiner Fäden verbinden Ober- und Unterseite der Plattform, sodass sie sich mit Luft zu einer ebenen, festen Liegefläche aufpumpen lässt. Rund fünf Minuten mit der mitgelieferten Handpumpe genügen. Einmal prall gefüllt, trägt die Plattform laut Hersteller bis zu 300 Kilogramm.
Dieser Verzicht auf ein Metallgestell ist der Schlüssel zum geringen Gewicht. Und er eröffnet eine Freiheit, die klassische Dachzelte nicht bieten: Plattform und Zelt lassen sich trennen. Die aufgeblasene Matte funktioniert auch solo – als Gästebett im Wohnzimmer, als Schlafunterlage im Grünen oder sogar als Airtrack-Matte zum Toben.


14,5 statt bis zu 75 Kilo: der entscheidende Gewichtsvorteil
Hier liegt der größte Unterschied zu herkömmlichen Modellen. Ein klassisches Hartschalen- oder Klappdachzelt bringt schnell 60 bis 75 Kilogramm auf die Waage – ein Gewicht, das sich kaum allein auf das Fahrzeug wuchten lässt und eine entsprechend hohe dynamische Dachlast voraussetzt. Das WEEKEND Comfort wiegt dagegen nur 14,5 Kilogramm. Komplett mit der ausziehbaren Aluleiter sind es laut Hersteller 19,5 Kilogramm. Damit lässt es sich notfalls von einer einzelnen Person handhaben.
Der Gewichtsvorteil zieht eine ganze Kette praktischer Folgen nach sich. Erstens die Lagerung: Zusammengelegt misst das Zelt rund 75 × 48 × 40 Zentimeter und sieht aus wie eine etwas größere Reisetasche. Wer keine Garage hat, verstaut es im Keller, auf dem Dachboden oder im Schrank. Zweitens der Spritverbrauch: Weil das Zelt nur zum Übernachten aufs Dach wandert und sonst im Kofferraum bleibt, entfällt der permanente Luftwiderstand eines fest montierten Dachzelts – ein Punkt, der gerade bei E-Autos Reichweite kostet. Drittens die Fahrzeugwahl: Kleinwagen, Mini-Geländewagen, Campervans und Elektroautos mit knapp bemessener dynamischer Dachlast kommen für ein dauerhaft montiertes Zelt oft gar nicht infrage. Genau diese Lücke füllt das WEEKEND.


Comfort oder Classic? Das bietet die Premium-Variante
Das WEEKEND gibt es in zwei Ausführungen. Die schlichtere Classic-Version wiegt 12 Kilogramm und deckt mit Leiter, Pumpe, Moskitonetzen, beidseitiger Belüftung und Innentaschen bereits alle Grundbedürfnisse ab. Wer mehr Komfort sucht, greift zum hier vorgestellten WEEKEND Comfort. Es teilt sich Packmaß und Liegefläche mit dem Classic, legt bei der Ausstattung aber nach.
Das auffälligste Extra ist das Sky View Opening: ein Dachfenster, durch das du direkt vom Bett aus in den Sternenhimmel blickst. Tagsüber sorgt es für ein helleres, luftigeres Raumgefühl. Den Gegenpol bildet die Black-Out-Beschichtung, die den Innenraum auf Wunsch komplett abdunkelt – ideal für Langschläfer und alle, die nach einem langen Festivalabend nicht schon im Morgengrauen geweckt werden wollen. Hinzu kommen regengeschützte Eingänge, eine zusätzliche Dachlüftung neben den beiden Seitenlüftern sowie Moskitonetz-Türen an beiden Zugängen. Die Liegefläche misst 220 × 130 Zentimeter – komfortabel für eine Person, ausreichend für zwei.


Auf dem Dach, auf der Wiese, am Seeufer
Die Trennbarkeit von Zelt und Plattform macht das WEEKEND Comfort ungewöhnlich vielseitig – und löst es von einer Einschränkung, die herkömmliche Dachzelte fest ans Fahrzeug bindet. Auf dem Campingplatz sitzt es ganz konventionell auf den Dachträgern. Genauso gut steht es aber wie ein gewöhnliches Bodenzelt auf der Wiese: Einmal aufgepumpt, wird die Air-Plattform zur ebenen Schlafunterlage, das Zelt steht einfach obendrauf. So erreichst du Stellplätze, die einem klassischen Dachzelt verwehrt bleiben – den schattigen Wiesenrand auf dem Campingplatz ebenso wie das lauschige Plätzchen am Seeufer, an dem das Auto draußen bleiben muss. Du parkst auf dem ausgewiesenen Platz, trägst Zelt und Matte die letzten Meter und schlägst dein Lager genau dort auf, wo du sein willst. Und beim Festival? Da geht es eine Etage höher: Wer dem Matsch entkommen will, schläft auf dem Autodach oder auf der separat erhältlichen Aluminium-Plattform „WEEKEND Stage“.
Auch im Alltag spielt die Bauweise ihre Stärken aus. Die Montage erfolgt werkzeuglos: Das Zelt wird mit Schnallen und Spanngurten an vorhandenen Dachträgern fixiert. Demontiert ist es (wir haben es selbst auf dem Campingplatz getestet!) in rund einer Minute – praktisch, wenn du tagsüber zum Einkaufen oder auf eine Tagestour aufbrechen willst, ohne das komplette Lager abzubauen. Das Zelt wandert kurz auf den Boden, sichert nebenbei den Stellplatz, und das Auto bleibt voll beweglich.



Why not? – Das WEEKEND zweckentfremden
Genau diese Trennbarkeit lädt zum Spielen ein. Der aufgepumpte Boden ist in Sekunden herausgenommen und führt auch ohne Zelt ein munteres Eigenleben: als Gästebett für unangemeldeten Besuch, als Turnmatte fürs Wohnzimmer, als überraschend bequeme Strandmatte – oder als Luftmatratze, auf der du im See vor dich hin treibst. Wer einmal auf einer steifen Dropstitch-Plattform statt auf einer durchhängenden Billig-Luftmatratze gelegen hat, will selten zurück.
Und ja, das ganze Zelt schwimmt. Praktisch ist das vor allem zum Reinigen: An einem flachen Ufer schiebst du es ins seichte Wasser und wäschst die Kunstwerke, die die Vögel auf dein Dach gezaubert haben, ab, während du selbst bequem stehen kannst. Was du dir hingegen verkneifen solltest, ist die naheliegende Idee, damit als Floß abzulegen. Der Hersteller untersagt das ausdrücklich, und zwar aus einem sehr ernsten Grund: Kippt das Zelt auf dem Wasser, kannst du unter der Plane eingeschlossen werden – im schlimmsten Fall unter Wasser und ohne schnellen Ausweg. So verlockend das Bild vom schwimmenden Dachzelt ist: Fürs Bootfahren gibt es Boote. Das WEEKEND bleibt zum Schlafen da, wo es hingehört – an Land.

Für wen sich das WEEKEND Comfort lohnt
Das WEEKEND Comfort richtet sich an alle, für die ein klassisches Dachzelt bislang an der Realität scheiterte – an zu geringer Dachlast, fehlendem Stauraum oder dem Wunsch, das Auto weiter als Alltagsfahrzeug zu nutzen. Stadtbewohner ohne Garage profitieren ebenso wie Besitzer kleiner oder elektrischer Fahrzeuge. Wassersportler, die Kajak oder SUP auf dem Dach transportieren, montieren das Zelt einfach erst am Stellplatz.
Für längere Touren oder die regelmäßige Nutzung zu zweit empfiehlt der Hersteller zusätzlich die „WEEKEND Bridge“. Die aufrollbare Matte mit integrierten Aluminiumträgern überbrückt größere Abstände zwischen den Dachträgern und sorgt dafür, dass der Zeltboden auch bei höherer Last plan aufliegt.
Da der Zeltboden sehr fest aufgepumpt wird, legt man zum Schlafen am besten noch seine Camping-Matratze unter.



