Mountain Hardwear DrySpell: PFAS-freie Technik für die Winterkollektion 2026

Mountain Hardwear DrySpell heißt die neue Membran-Technologie, mit der die Herbst/Winter-Kollektion 2026 laut Hersteller komplett ohne PFAS auskommt. Vom Fleece-Pulli bis zur GORE-TEX-Hardshell bringt die US-Marke damit neun Modelle für Skitag, Skitour und kalte Wandertage nach Europa.
Die Fakten zu Mountain Hardwear DrySpell
Die Boundary-Ridge-GORE-TEX-Jacke (W/M, 650 Euro) und die passende Bib (550 Euro) laufen technisch getrennt von der neuen DrySpell™-Membran: Sie setzen auf klassisches 3-Lagen-GORE-TEX ePE, dazu helmkompatible Kapuze, Achselreißverschlüsse, RECCO®-Reflektor und bei der Bib eine 600D-Cordura®-Verstärkung an Knien und Gesäß. DrySpell™ selbst steckt in der Warp-Factor- und der Firefall-Linie.
Die dreilagige Warp-Factor-3L-Hooded-Jacket kostet 430 Euro (W) beziehungsweise 450 Euro (M), die passende Hose 380 Euro – laut Hersteller mit Input von Freeride-Athlet:innen wie Addison Rafford, Jake Kuzyk und Stine Tønnessen entwickelt. Wärmer isoliert und günstiger ist die Firefall-Serie: Die Jacke mit 60 g/m² ThermoCloud™-Füllung kostet 280 Euro, Hose und Bib liegen bei 200 beziehungsweise 250 Euro.
Als Midlayer bietet die Kollektion die Fleece-Hoodie Polartec® High Loft™ (200 Euro) und die Jacke Après Pro™ aus 100 Prozent recyceltem Polyester (100 Euro), dazu einen gestrickten Logo-Pulli für 85 Euro. Verfügbar sind die Teile laut Hersteller über mountainhardwear.de
Was das für dich bedeutet
Für Skitouren und Freeride-Tage mit viel Aufstieg lohnt sich eher die leichtere Warp-Factor-Linie, während die Boundary-Ridge-Jacke mit ihrer robusteren Verarbeitung eher für Lift-Tage und alpine Skigebiete gedacht ist. Als wärmende Zwischenschicht darunter passen Firefall-Teile oder – bei milderen Bedingungen – die Fleece-Modelle Polartec High Loft und Après Pro.
Wichtig für die Kaufentscheidung: DrySpell™ ist laut Hersteller PFAS-frei, GORE-TEX ePE in der Boundary-Ridge-Linie dagegen eine separate, seit Jahren etablierte Membran von einem anderen Zulieferer. Wer gezielt auf PFAS-Verzicht achtet, sollte beim Kauf also genau hinschauen, welche Membran im jeweiligen Modell steckt.
Einordnung
Dass Mountain Hardwear mit DrySpell™ eine eigene PFAS-freie Membran über die gesamte Hardshell- und Isolationslinie zieht, ist mehr als reine Marketing-Kosmetik: Der Druck durch schärfere PFAS-Regulierung in der EU macht solche Technologiewechsel für die ganze Branche gerade zum Pflichtprogramm. Laut Hersteller soll DrySpell™ dabei in Labor- und Feldtests bei Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität und Abriebfestigkeit mit klassischen PFAS-Membranen mithalten – das haben wir nicht selbst geprüft und die Meldung liefert dazu keine Messwerte.
Preislich bewegt sich die Kollektion im oberen Mittelfeld, vergleichbar mit etablierten GORE-TEX-Shells anderer Marken. Ob DrySpell™ in der Praxis wirklich mit langjährig bewährten Membranen mithält, zeigt sich erst im Vergleichstest im Schnee – bis dahin bleibt das eine Herstellerangabe, die wir mit Interesse im Auge behalten.


